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<title>Tvrđa</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tvrđa</span></h1>
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<p><b>Tvrđa</b> ist eine barocke <a href="Festung" title="Festung">Festungsanlage</a> in <a href="Osijek" title="Osijek">Osijek</a> und gleichzeitig die Altstadt von Osijek.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Osijek ist eine kleine Stadt im östlichen Teil von <a href="Kroatien" title="Kroatien">Kroatien</a>, die heutzutage in die Oberstadt, Unterstadt und die Festung („Tvrđa“) aufgeteilt ist. Archäologische Funde datieren die Entstehung der Festungsstadt auf das achte Jahrhundert nach Christus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Festung_im_Mittelalter">Die Festung im Mittelalter</h3></div>
<p>Erst im Mittelalter entwickelte sich die Festung etwas westlicher von der römischen Mursa (der Unterstadt). In dieser Zeit waren Osijek und auch die Festung im Besitz verschiedener Familien. Am längsten herrschte die Familie Korog (1353–1472).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Festung_unter_den_Osmanen">Die Festung unter den Osmanen</h3></div>
<p>Die <a href="Osmanisches_Reich" title="Osmanisches Reich">Osmanen</a> eroberten die Stadt am 14. August 1526 unter <a href="Makbul_Ibrahim_Pascha" title="Makbul Ibrahim Pascha">Makbul Ibrahim Pascha</a> und zerstörten sie bis auf die Grundmauern. <a href="S%C3%BCleyman_I." title="Süleyman I.">Süleyman der Prächtige</a> ließ sie wieder aufbauen, wobei die beiden Teile Festung und Unterstadt entstanden. Osijek war in der osmanischen Zeit ein wichtiges Verkehrs- und Handelszentrum und blieb es 150 Jahre lang.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Festung_in_der_Zeit_der_österreichischen_Herrschaft"><span id="Die_Festung_in_der_Zeit_der_.C3.B6sterreichischen_Herrschaft"></span>Die Festung in der Zeit der österreichischen Herrschaft</h3></div>
<p>Nachdem Stadt und Festung 1687 durch die Österreich-Ungarische Monarchie im <a href="Gro%C3%9Fer_T%C3%BCrkenkrieg" title="Großer Türkenkrieg">Großen Türkenkrieg</a> von den Osmanen zurückerobert wurde, begann ein erneuter Ausbau der Festung, da bei einem zweiten Angriff der Türken große Schäden an der Bausubstanz verursacht worden waren.
</p><p>Die Arbeiten erfolgten unter Aufsicht des Osijeker Festungskommandanten General Johannes Stephan von Beckers. Die Anlage wurde nach dem niederländischen Tieflandmodell (Niederländische Manier) im Wesentlichen 1712–1722 vom österreich-ungarischen Militär ausgebaut und bis 1760 fertiggestellt. Sie bildete eine Kombination aus Festung und bürgerlicher Ansiedlung mit überwiegend <a href="Barock" title="Barock">barocken</a> Gebäuden. Das notwendige Straßennetz erhielt Namen nach Militärobjekten (Kasernenstraße und Proviantstraße) und nach Gewerben (Glaserstraße und Gewerbestraße). Am Aussehen der Festung änderte sich danach grundsätzlich nichts mehr. Von der türkischen Bausubstanz war nur ein kleiner Teil geblieben. Damals entstanden die drei Teile der [Stadt Osijek] als geteilte Stadtgemeinden.
</p><p>Im Jahr 1786 schlossen sich die drei bis dahin unabhängigen Stadtgemeinden zur Stadt Osijek zusammen. Als Verbindung der relativ weit auseinander liegenden Stadtteile wurde eine <a href="Pferdestra%C3%9Fenbahn" class="mw-redirect" title="Pferdestraßenbahn">Pferdestraßenbahn</a> eingerichtet, die die erste südlich von <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> und <a href="Budapest" title="Budapest">Budapest</a> war. Die Festung verlor im 18. und 19. Jahrhundert fast vollständig ihre militärische Bedeutung, außerdem störten ihre Mauern die Verkehrsverbindung zu anderen Stadtteilen.
</p><p>In den Jahrhunderten seiner Entwicklung wurde der Ort Heimat für viele <a href="Ethnie" title="Ethnie">Ethnien</a>: neben den ursprünglichen Kroaten hatten sich Deutsche, Österreicher, Ungarn und andere angesiedelt. Kroatisch war die Umgangssprache, Lateinisch und Deutsch die Amtssprachen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Festungsstadt_ab_dem_20._Jahrhundert">Festungsstadt ab dem 20. Jahrhundert</h3></div>
<p>Ein Teil der Festungswälle wurde 1923–1926 niedergelegt. Im Laufe des 300-jährigen Bestehens wurden die Straßennamen häufig geändert, seit dem Ende des 20. Jahrhunderts tragen sie Namen bekannter kroatischer Wissenschaftler, Historiker und anderer kulturell bedeutender Personen.
Heutzutage wird die Festung auch Altstadt genannt. Neben dem Marktplatz stehen die Musikschule «Franjo Kuhač», die Pfarrkirche Hl. Mihovil, die Post, das II. Gymnasium Osijek, das Realgymnasium, eine Zeichenschule, das Staatsarchiv Osijek, <a href="Franziskanerkloster" class="mw-redirect" title="Franziskanerkloster">Franziskanerkloster</a> (seit 1938), das Wassertor (darin befindet sich eine Gedenktafel an Baron Stephan von Beckers, den Architekten der Festung), ehemaliges Arsenal usw.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauwerke,_Straßen_und_Plätze"><span id="Bauwerke.2C_Stra.C3.9Fen_und_Pl.C3.A4tze"></span>Bauwerke, Straßen und Plätze</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Statue_und_Platz_der_Heiligen_Dreifaltigkeit">Statue und Platz der Heiligen Dreifaltigkeit</h3></div>
<p>Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Statue der Heiligen Dreifaltigkeit, die seit dem 18. Jh. auf dem gleichnamigen Marktplatz steht. Sie wurde 1729 nach Abklingen der <a href="Pest" title="Pest">Pestseuche</a>, die eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Menschenleben gekostet hatte, im Auftrag der Witwe des Generals Petraša in Einlösung eines Gelübdes errichtet. Der General gehörte auch zu den Seuchenopfern. Das Ensemble aus der Statue der Heiligen Dreifaltigkeit, umgeben von den Statuen des <a href="Rochus_von_Montpellier" title="Rochus von Montpellier">St. Rochus</a>; <a href="Sebastian_(Heiliger)" title="Sebastian (Heiliger)">St. Sebastian</a>; <a href="Rosalia_(Heilige)" title="Rosalia (Heilige)">St. Rosalia</a> und St. Katarina sollte die Stadt vor weiteren Epidemien schützen. Die Skulpturengruppe bildet gleichzeitig eine <a href="Springbrunnen" title="Springbrunnen">Brunnenanlage</a>.
</p><p>Der Platz der Hl. Dreifaltigkeit wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt und nach der dortigen Säulengruppe benannt. Die älteste Bezeichnung dieses Markts war „Weinmarkt“, weil jeden Mittwoch und Samstag dort Wein aus Baranja verkauft wurde. Im Laufe der Geschichte hatte er viele Namen, wie zum Beispiel „Hauptplatz“, „Franz-Joseph-Platz“, „Karađorđev-Platz“ und „Partisanenplatz“.
Am Marktplatz befinden sich ehemalige Militärgebäude (Hauptwache und das Militärkommando mit dem ältesten Theater in osijek einem deutschsprachigen Theater). Die Gebäude sind erhalten und im 21. Jahrhundert zu großen Teilen renoviert. Sie werden von Verwaltungen, dem Slawonien-Museum und Einrichtungen der Universität Osijek genutzt. Des Weiteren gibt es am Platz das historische Rathaus und ein Schulgebäude (Internat und klassisches Gymnasium).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Straßennetz"><span id="Das_Stra.C3.9Fennetz"></span>Das Straßennetz</h3></div>
<p>Die <i>Proviantstraße</i> (heute Teil der Ruđer-Bošković-Straße) verband den Platz mit der <i>Altstadt-Promenade</i> (Vatroslav-Lisinski-Platz), die <i>Entenstraße</i> (Josip-Bosendorfer-Straße) bildete eine Verbindung zum <i>Kirchenplatz</i> (Juraj-Križanić-Platz). Vom Hauptplatz führt Richtung Süden die Ingenieurstraße weg, die ihren Namen nach einem sich dort befindlichen Ingenieurbüro erhielt. Ferner gibt es die Poststraße (wo das älteste Postamt der Stadt stand) sowie die Glaserstraße (mit dem Gebäude des Gewerbevereins). Im südlichen Teil von der Festung existierte Anfang des 18. Jahrhunderts die Straße <i>Zu den drei Hufeisen</i>, die nach dem gleichnamigen Gasthaus benannt war. Das Gasthaus war als Sitz der <a href="Freimaurer" class="mw-redirect" title="Freimaurer">Freimaurer</a> Osijeks bekannt. Drei Baracken nahmen den Südteil der Straße ein, während sich die Wohnhäuser entlang dem Nordteil erstreckten. Das Merkmal dieser Straße waren sieben <a href="Tafernwirtschaft" title="Tafernwirtschaft">Tavernen</a>, von denen «Der blaue Karpfen» das Lieblingsgasthaus des Herrschers Josefs II. zur Zeit seines Osijekbesuchs war. Als die zwei wichtigsten Straßen der Festung galten die <i>Kohlhofferstraße</i> (heutige Franziskanerstraße), die wie bei römischen Festungen die Objekte der Festung mit dem Militärlager verband, sowie die <i>Hauptstraße</i> (Franje-Kuhača-Straße), die den Ost- und Westteil der Festungsstadt verbindet. Hier entlang standen sowohl Militärobjekte als auch Bürgerhäuser im Mixstil aus Barock und <a href="Historismus" title="Historismus">Historismus</a>. Besonders bemerkenswert war das Haus des Musikers <a href="Franjo_Kuha%C4%8D" title="Franjo Kuhač">Franjo Kuhač</a> wegen seiner kulturgeschichtlichen Merkmale. Im Jahre 1874 wurde zusammen mit dem Waisenhaus ein Krankenhaus in der Unteren Stadt gegründet. Im Nordteil der Festung befanden sich das Franziskanerkloster und die Hl.-Kreuz-Kirche, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Das Kloster wurde später zum Hauptsitz der ersten Universität von Osijek und Ostslawonien. Die angrenzende Straße erhielt deshalb den Namen Fakultätstraße.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_von_Burgen_und_Schl%C3%B6ssern_in_Kroatien" title="Liste von Burgen und Schlössern in Kroatien">Liste von Burgen und Schlössern in Kroatien</a></li>
<li><a href="Kroatien_in_der_Donaumonarchie" title="Kroatien in der Donaumonarchie">Kroatien in der Habsburgermonarchie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tvr%C4%91a?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tvrđa</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.tvrđa.hr/link=tvrđa">http://www.tvrđa.hr/link=tvrđa</a></li></ul>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Liste_von_Burgen_und_Schl%C3%B6ssern_in_Kroatien" title="Liste von Burgen und Schlössern in Kroatien">Burgen, Schlösser und Festungen in Kroatien</a></div>
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<p><a href="Schloss_Batthy%C3%A1ny_(Ludbreg)" title="Schloss Batthyány (Ludbreg)">Baćan</a> |
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</p>
</div>
</div></div>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">45.561073</span><span class="longitude">18.696093</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:45.561073,18.696093"><span title="Breitengrad">45° 33′ 39,9″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">18° 41′ 45,9″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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